Der Kollerhof in Schwaighausen

Der Kollerhof, ursprünglich in Kareth-Lappersdorf ist im Großraum Regensburg Vielen schon bekannt. Ursprünglich hatten die Kollers Waldschafe und waren Schäfer. Nach dem Abschluß des Landwirtschaftsstudiums sowie der Ausbildung von Ruth Graf und dem Einstieg Ihres Mannes Franz Graf 2006 wurde der Betrieb dann erweitert und auf Bio umgestellt. Schnell wurde klar, dass die Räume und Flächen nicht ausreichen würden, daher siedelte sich Familie Graf mit dem "Kollerhof" in Schwaighausen an. Es begann die eigene Käseproduktion, und da man die Molke nicht einfach wegschütten wollte holte man sich Schweine, da die hauseigene Molke ein wunderbares Futtermittel für Schweine ist.

Da Franz Graf ein "Kuhmensch" ist, wie er selbst sagt, und eine Murnau-Werdenfelser Kuh vorhanden war ( die heute auch noch auf dem Hof lebt ) holte man sich systematisch Braunvieh dazu, eine Weiderasse der Milchkühe. Die Waldschafe wurde dabei mit einer Milchschafrasse gekreutzt und herrausgezüchetet. Durch die Einkreuzung einer französischen Milchschafrasse ( Lacaune ) enstanden Tiere, die zwar etwas weniger Milch geben, aber gesund, widerstandsfähig, sehr vital sind und eine besonders inhaltsstoffreiche Milch geben, wie Franz Graf betont.

Die Milchkühe, deren Kälber bei der Mutter aufwachsen und auch säugen dürfen, sind Weidetiere, die ausschließlich im Winter mit Heu gefüttert werden und im Sommer auf den hofeigenen, umliegenden Weiden leben. Auf dem Kollerhof kommt keine Silage zum Einsatz. Das bringt natürlich zum einen eine unterschiedliche Milchqualität ( Winter/Sommer) und zum anderen viel weniger Milch im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft. Das wird auf dem Kollerhof aber akzeptiert und die Qualität des Endprodukts spricht für sich - Qualität steht hier deutlich vor Quanität zu Lasten von Mensch, Umwelt  und Tier.

Hier rechts im Bild ist übrigens die Kuh Emma, die Murnau Werdenfelser, eine stolze 16 Jahre alte Dame. Aktuell wird auf dem Hof auch das Oberpfäzer Rotvieh angesiedelt, die Population wird aktuell vergrößert, daher ist es eher selten, dass ein Tier aus der Herde geschlachtet wird. Leider gestaltet es sich für den Kollerhof, und auch viele andere Höfe, sehr schwer Flächen für die Tiere zu bekommen, da viele Kommunen, Gemeinden und leider auch die Stadt Regensburg viel von der Förderung derartiger Projekte spricht, die Flächen aber dann doch den konventionellen Landwirten zuteilt oder als Bauland nutzt. Für uns, speziell bei einem derartigen Vorzeigehof nicht nachvollziehbar.

Ein besonderes Highlight, und das spricht nochmals für die Konsequenz dieser Familie es anders zu machen ist, dass man hier auch die Schweinezucht auf die Weide verlagert hat. Die Tiere haben einen Stall aus dem Sie, im Sommer tagsüber permanent, im Winter nur stundenweise über ein Gitter, per Schweinetunnel unter der Strasse auf die Weide kommen. Dort graben Sie sich am Waldrand Kuhlen in die das Wasser vom Wald läuft, in denen sich die Sauen suhlen. Die knapp 2 Hektar Weidefläche stehen 30 Schweinen und 6 Zuchtsauen zur Verfügung, weit weg von Massentierhaltung.

Die Rasse, die auf dem Kollerhof gezüchtet wird, nennt sich "Bunte Bentheimer" - Franz Graf mag diese Rasse, weil es hervorragende Mütter sind und sich um Ihre Ferkel kümmern und auch aufpassen, dass es keines erdrückt. Die Ferkel bleiben 2 Monate bei der Mama, danach gehen Sie in den normalen Stall, bzw. dann auf die Weide. Die Rasse wird ebenfalls nicht mir Mastfutter gefüttert, sondern mit hauseigener Molke, und das was Sie auf der Weide finden, bzw. mit eigenem Getreide. Die Rasse wächst zudem langsamer, so daß kein Tier vor 10 Monaten geschlachtet wird. Hier können Sie sich das Ganze als Video ansehen: Bunte Bentheimer Nachwuchs und Schweinetunnel! Aktuelle Video zur Schweinehaltung auf der Weide, findet man hier: Freilandhaltung

Die 100 Schafe, die aktuell auf dem Kollerhof leben, gemischt mit den Ziegen ( Thüringer Waldziegen, Deutsche Edelziegen und Buren ) kommen ganzjährig, wenn es Wetter und Bodenverhältnisse zulassen wieder auf die Weiden. Ab April werden auch die hofeigenen Naturschutzflächen beweidet. Die Tiere ziehen da von Schwaighausen nach Winzer, pflegen dort die Naturschutzflächen, dann nach Regenstauf, Geisberg, Galbenberg, Schloßberg bis Sie dann im Herbst wieder auf die umliegenden Weiden des Kollerhofs zurückkehren. Jungtiere, die geboren werden, kommen zwischendurch wieder auf den Hof, die, die dann schon größer sind gehen wieder auf die Schafsweiden. Schafsmilch,Schafjoghurt und Käse wird hier produziert.

Ziegen, die im Winter im gemischten Stall mit den Schafen leben geben Milch und Fleisch. Im Sommer leben die Ziegen auf der Weide rund um den Kollerhof. Der Boss im Ziegestall ist Schorsch, eine Burenziege mit Schlappohrer, der seit Jahren hier das bunte Treiben bewacht. In so einem gemischen Stall sind Ziegen dominanter, aber zu größeren Reibereien kam es bisher noch nie, die kommen "gut miteinander klar!"

Vom Kollerhof kann man daher Schweinefleisch, Wurstwaren, Schinken, Ziegenfleisch und  auch Rindfleisch aus eigener, artgerechter Haltung beziehen. Der Kollerhof ist dabei einer der absoluten Ausnahmen, die konsequent über alle am Hof geführten Tierarten zur ursprünglichen Haltungsform auf der Weide zurückkehren.

So können Sie beim Kollerhof direkt einkaufen:

 

Hofladen jeden Mittwoch von 14-18h,

sowie Freitags von 13-18h

Keltenstrasse 5, 93138 Kareth-Lappersdorf

 

Markttage des Kollerhofs finden Sie hier:

http://www.die-gruene-ecke.de/index.php/wo-finden-sie-uns

 

Kontakt

info@das-regionale-dreieck.de

Tel: 09471-600 13 14

Andreas Winterstein

Ortssprecher B90/Grünen

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